
Liberty
Geschichte – Neu inszeniert in historischen Mauern.
Erbaut ab 1840 und danach ein Ort der Unfreiheit, an dem Menschen, die frei dachten, genau deswegen eingesperrt wurden. Die ersten Gefangenen in dieser ehemaligen Justizvollzugsanstalt in Offenburg waren die Visionäre und Vordenker der Freiheit und Demokratie in Deutschland, die badischen Revolutionäre.
Liebevoll, behutsam und mit Respekt vor der Geschichte dieses alten Hauses haben wir lange darüber nachgedacht, wie wir es umgestalten und neu nutzen könnten. Haben Pläne und Skizzen entworfen, wieder verworfen und nochmals von vorne angefangen – bis wir genau die passende Formel fanden.
Mit Begeisterung fürs Detail haben wir diesen massiven Mauern neues Leben eingehaucht, konnten Alt und Neu in wunderbarer Weise verbinden. Von nun an wird dieses kolossale Gebäude mit seinen wuchtigen Fenstern und Türen Ihnen immer offenstehen.
Telefon: +49123456789
E-Mail: max.mustermann@domain.de
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Das erwartet Sie im Liberty in Offenburg
- 0außergewöhnliche Hotelzimmer und -Suiten.
- 0Mitarbeiter für Ihr Wohlbefinden.
- 0Parkplätze direkt vor dem Hotel.
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Freiheit – neu definiert.
Die Geschichte des Hotel Liberty
- 19. Jahrhundert
Planung und Bau des Gefängnisses
Der Bau des Gefängnisses an der Grabenallee ist einer Justizreform zu verdanken, die Großherzog Leopold von Baden (1790-1852) in die Wege leitete. Bisher waren die Gefangenen unter katastrophalen Bedingungen meist in den Stadttürmen untergebracht in überbelegten, viel zu kleinen Zellen, wo sie untätig vor sich hinvegetierten. Der Großherzog beauftragte seinen Hofbaumeister Heinrich Hübsch (1795-1863), Gefängnisse nach amerikanischem Vorbild zu planen, um die Häftlinge menschenwürdig unterzubringen. Man orientierte sich am Eastern State Penitentiary in Philadelphia. So entstanden in Baden die Central-Kreis und Amtsgefängnisse.
Der Standort des Offenburger Amtsgefängnisses, auch „Villa Hübsch“ genannt, in unmittelbarer Nachbarschaft des Grimmelshausen Gymnasiums (damals Großherzogliches Gymnasium) war von Anfang an umstritten.
- 20. Jahrhundert
Die erste Modernisierung
1929 modernisierte man das Gefängnis, versah es mit Elektrizität und baute Zentralheizung, Duschen, Waschbecken mit fließendem Wasser, eine Bibliothek zur Erbauung und Bildung der Gefangenen und ein WC in jeder Zelle ein. Zuvor waren die Zellen mit vergitterten Öfen beheizt worden, die von den „Schänzern“ (Häftlinge, die im Hausdienst eingesetzt waren) vom Flur aus befeuert wurden. Anstatt der Wasserklosetts benutzte man Nachttöpfe, an die sich Adolf Geck bei der Besichtigung der modernisierten Anstalt gut erinnert: „Einst trugen die Zellenbesitzer, wenn sie am Morgen die Zellen reinigten, die blechernen Töpfe zum Entsorgungsort unter der Aufsicht eines Wärters.“
Es ging eher harmlos zu im Offenburger Gefängnis. Nur drei Hinrichtungen wurden dort im Laufe der Jahre vollstreckt, die letzte 1932. Dazu wurde die zerlegte Guillotine per Bahn von Bruchsal nach Offenburg transportiert und im Gefängnishof aufgebaut.
Neubau und Schließung
Wieder entbrannte eine lange und hitzige Diskussion über den Standort des neuen Gefängnisses. Schließlich einigte man sich darauf, es im Westen Offenburgs, im interkommunalen Gewerbegebiet zu errichten. Im April 2009 wurde die neue JVA mit 440 Plätzen für Straf- und Untersuchungshaft eröffnet und das ehrwürdige, geschichtsträchtiges Gefängnis an der Grabenallee schloss seine Tore. Die Umnutzung der alten JVA begann mit der Idee, ein Hotel daraus zu machen.
Nach zwei Jahren Planungszeit wurden die Pläne des ursprünglichen Architekten verworfen. Dieser hatte einen Mittelbau mit Zimmern zwischen die beiden historischen Gebäude geplant. Die Flure wären deutlich verkleinert worden, um mehr vermietbare Quadratmeter zu erhalten. Dadurch wäre der historische Charakter weitgehend verloren gegangen.













